Kräuterkunde: Flieder
- vor 3 Tagen
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Der Gewöhnliche Flieder gehört zur Familie der Ölbaumgewächse. Heute findet man ihn in Gärten, Parks und an Wegesrändern in ganz Europa. Seine Blütezeit reicht von April bis Juni.
In der traditionellen Kräuterkunde wird der Flieder vor allem wegen seiner milden, aber vielseitigen Eigenschaften geschätzt. Die Blüten enthalten unter anderem: Ätherische Öle,Bitterstoffe,Flavonoide
Diese Inhaltsstoffe werden mit folgenden Wirkungen in Verbindung gebracht:
leicht fiebersenkend, beruhigend,verdauungsfördernd,entzündungshemmend.
Besonders in früheren Zeiten wurde Flieder als Hausmittel bei Erkältungen und leichtem Fieber eingesetzt.

Tee
Ein Tee aus frischen oder getrockneten Fliederblüten gilt als sanftes Mittel zur Entspannung und kann bei innerer Unruhe helfen. Dafür werden die Blüten mit heißem Wasser übergossen und etwa 10 Minuten ziehen gelassen.
Sirup
Fliedersirup ist nicht nur geschmacklich ein Highlight, sondern kann auch das Wohlbefinden fördern. Er wird aus Blüten, Wasser, Zucker und Zitronensäure hergestellt und eignet sich hervorragend als erfrischendes Getränk im Sommer.
Äußerliche Anwendung
In Form von Umschlägen oder Badezusätzen können Fliederblüten bei Hautirritationen oder zur Entspannung eingesetzt werden. Als Massageöl wirkt es entspannend und pflegend für die Haut.

Symbolik und Volksglaube
Der Flieder steht für Liebe, Erinnerung und den Neubeginn. In manchen Regionen galt er auch als Schutzpflanze, die böse Geister fernhalten sollte. Gleichzeitig wurde ihm nachgesagt, dass sein intensiver Duft empfindliche Menschen melancholisch stimmen könne.

Vorsicht
So schön und nützlich der Flieder auch ist, nicht alle Pflanzenteile sind bedenkenlos verwendbar.
Die Rinde,Blätter und Samen enthalten Stoffe, die in größeren Mengen leicht giftig wirken können. Daher sollte man sich auf die Blüten beschränken und diese nur in Maßen verwenden.
P.S.
Der Sommerflieder ist nicht mit dem Gemeinen Flieder verwandt und gilt als ungiftig.





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