Ronja ist wieder zu Hause...
- Monka

- 30. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Das Wunder von Schönstein von Angelika H.G.

Am 3.11.25 lief Ronja wie so oft vom Hof meines Vaters ins Dorf Schönstein. Doch diesmal kam sie nicht zurück. Keine 15 Minuten, kein vertrautes Bellen. Ihre Spur verlor sich an einer Kreuzung. Wir suchten überall. Spürhunde, Drohnen, Dorfbewohner. Tasso-Meldung, Flugblätter, Facebook, WhatsApp – hundertfach geteilt. Mein Vater, 84 Jahre alt, vermisste seinen Hund unendlich. Die ganze Familie war traurig, aber wir gaben nicht auf.
14.11.25 Monka legte Karten. „Ronja lebt“, sagte sie. Kreuzung. Viele Menschen. Wasser. Turm. Mobiles Zuhause. Ein Mann mit einem Kind. Kalte Füße. Tage vergingen. Wochen. Sechs Wochen voller Hoffnung und Zweifel.

16.11.25 Monka legt Karten Ronja war in Bewegung, irgendwo am Fuß eines Berges, bei Wald, Bach, Kreuz, Friedhof.
28.11.25 Monka legt wieder Karten. Mobiles Haus Mann mit Tochter Ihm wirds zu heiss Turm am Berg. Wasser viel Wasser Ronja fühlt sich unwohl, weiss nicht wo sie ist. Will da weg Campingplatz, sagt Monka. Ich sage Campingplatz, Jesberg. Campingplatz. Kellerwaldturm. Ich schickte ihr Bilder vom Campingplatz. Wir fuhren hin, hängten neue Flugblätter auf. Und warteten.
17. 12.25, eine Woche vor Weihnachten, raschelte es im Gebüsch am Campingplatz nahe dem Judenfriedhof. Eine Hündin kam freundlich auf einen Mann zu. Nicht verwildert. Gut genährt.... Er machte ein Foto. Schickte es seiner Frau. Sie erkannte Ronja sofort. Sie ist die Reitbeteiligung der Nachbarin vom Hof. Kurze Zeit später stand Ronja wieder auf dem Hof meines Vaters. Er fiel fast um vor Freude. Ronja rannte durchs Haus, glücklich, lebendig, gut genährt – nicht verwildert.
Ein Rätsel blieb: Wo war sie all die Zeit? Aber eines war klar: Es war ein Weihnachtswunder. Und Monka? Sie hatte uns den Mut gegeben, weiterzusuchen. Dafür: von Herzen danke. 💛 Du solltest als Profiler arbeiten.




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